Bioterra Naturgartentag 2015

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Am 6. November 2015 fand der Naturgartentag statt.

Themenbeschreibung

Vor 30 Jahren wurde die Naturgartenbewegung mit den Gründungen des "Lehrgangs Naturgarten" und der Vereinigung "vng" institutionalisiert.
Anlässlich dieser Tagung möchten wir einen Rück- und Ausblick wagen. Wir versuchen Themen zu ermitteln, welche heute und morgen die Debatte um Natur und Garten massgebend beeinflussen.

zhaw_lsfm_iunr_blau_web.pngBioterra Fachtagung in Kooperation mit der ZHAW,
IUNR Institut für Umwelt und natürliche Ressourcen

                                   

Pressespiegel:

Details zum Programm                           

Freitag, 06. November 2015


09:30        Über Gartenkunst „nach der Natur“ – Historische und heutige Ideenlinien, Ansätze und Motive

portrait_anja_loebbecke_web.pngDr.-Ing. Anja Löbbecke (*1982) studierte Landschafts- und Freiraumplanung in Hannover mit den Schwerpunkten Entwurf und Gartendenkmalpflege. Während eines 6-jährigen Aufenthalts in der Schweiz arbeitete sie bei SKK Landschaftsarchitekten in Wettingen und promovierte „Über Naturgärten. Eine Ideengeschichte und kritische Retrospektive“, betreut von Prof. Udo Weilacher an der TU München. Seit 2014 ist sie selbständige Gartendesignerin für anspruchsvolle Privatgärten in der Wedemark bei Hannover.

Von 1870 bis heute wurden unterschiedliche Ideen als „Naturgärten“ bezeichnet. Im Kontext der botanischen Wissenschaften, bildenden Künste oder naturschützerischen Bestrebungen brachten  Gestalter verschiedenste naturhafte Ansätze hervor. Sich dieses Geflechts aus Ideen bewusst zu werden, hilft nicht nur bei einer präziseren Begriffsbestimmung, sondern auch bei der Ableitung der jeweiligen Motivation, warum es wann zu welcher Art des Naturgartens kam. Welcher Tradition folgen wir heute?

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10:45        DER ANDERE NATURGARTEN. Rückblick, Provokation, anstössiger Ausblick.

portraet_h.c.salzmann_web.pngDr. phil. nat. Hans C. Salzmann studierte in Bern Biologie und promovierte in Wildtierbiologie (über Juragämsen). Statt im Wunschbereich Naturschutz ist er in der Entwicklung der Umweltbildung gelandet und dort 30 Jahre lang hängen geblieben (WWF Schweiz, Stiftung Umweltbildung Schweiz). Seit 2006 freiberuflich  in Projekten der Biologie und des Naturschutzes.  Als Mitgründer VNG und erster Präsident der Richtlinienkommission Entwicklung Richtlinien und Aufnahme der ersten Fachbetriebe.

„Die Naturgartenidee ist erwachsen geworden“ hiess es in der Einladung zur Naturgartenparty von Bioterra. Hat sie damit auch die Jugendfrische verloren, ist sie langweilig geworden, angepasst, selbstzufrieden und bequem?  Fehlt im erwähnten Text das Wort „Naturgartenbewegung“, weil sich nichts mehr bewegt? Mit provokativen  Statements im Rückblick werden Fragen aufgeworfen. Mit „anstössigen“ Thesen im Ausblick sollen Denkprozesse angestossen werden – für den Start in die nächsten 30 Jahre.  Das wäre schön.


11:15        30 Jahre Wildblumensamen in der Schweiz

Johannes Burri Dipl. Ing. Agr. FH,  Landwirt, Saatgutproduzent, Seit 1982 bei UFA-Samen, Ressort Wildblumen

An der Grün-80 in Münchenstein wurden 1980 die ersten Wildblumenwiesen vorgestellt. 1982 verkaufte UFA-Samen ihre erste Wildblumenmischung. Der Erfolg war ernüchternd, weil das Saatgut zu 100 % importiert werden musste. Der Durchbruch mit einheimischen Wildblumen gelang erst in den 90-iger Jahren, als man schrittweise auf CH-Produktion umstellte. Um das Jahr wurden dann zusätzlich auch einheimischen Wildgräser vermehrt und „CH-G-Mischungen“ angeboten. Heute umfasst das Sortiment von UFA Samen etwa 500 verschiedene Wildpflanzenarten: Regionales Saatgut für regionalen Einsatz


14:00        Biodiversität im Siedlungsraum: Zustand und Potenziale

portrat_manuela_web.pngDr. sc.nat Manuela Di Giulio (*1970) ist Co-Geschäftsführerin der Firma Natur Umwelt Wissen GmbH. Sie studierte Zoologie und Umweltwissenschaften an der Universität Zürich und doktorierte an der ETH Zürich zum Thema Wiesenbewirtschaftung und ihren Einfluss auf die Insektenfauna. In einem aktuellen Projekt beschäftigt sie sich unter anderem mit folgenden Fragen: Wie kann die Biodiversität im Siedlungsgebiet gefördert werden? Welche vielversprechenden Ansätze gibt es und was können wir von Best-Practice-Beispielen lernen?

An der Frage nach der Bedeutung des Siedlungsgebiets für die Biodiversität scheiden sich die Geister.
Entweder wird der Siedlungsraum als Heilsbringer für die Förderung der Biodiversität in der Schweiz dargestellt oder als Schwarzer Peter für deren Gefährdung behandelt. Eine Analyse über den Zustand und die Potenziale erlaubt einen differenzierten Blick auf diese schnell wachsende Landnutzung.

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14:30        Wildbienen im Garten - nichts einfacher als das?

Dr. Biol. Claudio Sedivy (*1981) studierte an der ETH Zürich und doktorierte anschließend ebenfalls an der ETH zum Thema Wildbienen. 2013 gründete er mit einem Studienfreund das ETH Spin-off Wildbiene + Partner.

Es gibt kaum etwas einfacheres, als Wildbienen im eigenen Garten anzusiedeln. Einfach ein Wildbienenhäuschen aufhängen und innert Kürze wird dieses, je nach Qualität, von einigen Wildbienen besiedelt. Doch das ist erst der Anfang. Denn in der Schweiz kommen über 600 Wildbienenarten vor! Über die Hälfte dieser Arten nistet jedoch im Boden und viele sind streng spezialisiert auf gewisse einheimische Pflanzengruppen.
Mit oft einfachsten Mitteln, dem richtigen Vorwissen und guter Planung kann jeder Garten zu einem Paradies für Wildbienen werden.

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15:00        Lebensraum Kulturlandschaft Burghölzli

hepeweb_0.pngDaniel Hepenstrick (*1983) studierte Biologie an der ETH Zürich. Er spezialisierte sich auf Systematische Botanik und arbeitet derzeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der ZHAW in der Forschungsgruppe Vegetationsanalyse. Seit 2004 ist er beim WWF Zürich in verschiedenen Funktionen ehrenamtlich engagiert. Gemeinsam mit Christine Dobler Gross initiierte und leitete er das Stadtbiodiversitätsprojekt „Lebensraum Kulturlandschaft Burghölzli“.

Das Ziel des Projekts „Lebensraum Kulturlandschaft Burghölzli“ ist, die Naturvielfalt im Quartier um den Stadtzürcher Burghölzlihügel zu erhalten und zu fördern. Freiwillige und bezahlte Fachleute arbeiten dafür eng zusammen und auch die Quartierbevölkerung macht mit. Zeit zurückzuschauen auf Erfolge und Herausforderungen.

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15:30        BirdLife Kampagne „Biodiversität im Siedlungsraum: 450 Ideen für die Natur im Siedlungsraum

christa1.pngChrista Glauser ist stv. Geschäftsführerin des SVS/BirdLife Schweiz mit den Fachressorts Wald, Siedlungsraum, Besucherlenkung, Feuchtgebietspflege.

Der SVS/BirdLife Schweiz hat 2015 eine fünfjährige Kampagne „Biodiversität im Siedlungsraum“ gestartet. Die Kampagne weist fünf Themenschwerpunkte auf und wird einerseits durch die 450 lokalen Natur- und Vogelschutzvereine von BirdLife Schweiz vor Ort umgesetzt als auch durch BirdLife Schweiz selber mit Aktionen und Materialien begleitet. Eine Aktion sind die „450 Ideen für die Natur im Siedlungsraum". www.birdlife.ch/siedlungsraum

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16:00        «Der Naturgarten» Eine Spurensuche? Bukett aus Schlaglichtern zu den Themen dieser Tagung

_mg_2136.jpgClemens Bornhauser dipl. -Ing. Landschaftsarchitekt (*1971) Bioterra, Leiter der Fachstelle Bio- und Naturgarten seit 2010, davor wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Hochschule für Technik in Rapperswil.

Eine Zusammenfassung zur Tagung und 1 - 2 persönliche Gedanken / Bilder des Veranstalters: Eine Spurensuche; oft gestellte und diskutierte Fragen und neue interessante, wichtige Themen.

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16:30       sarbach.png"Sarbach- Liederzüchter" berndeutsche Lieder mit Dialektstimme und Dialektikgitarre


Für Fragen senden Sie eine E-Mail an Herrn Clemens Bornhauser: c.bornhauseratbioterra.ch