Naturschaugarten Bioterra, Uffikon LU

Im Naturschaugarten Uffikon wird die Gartenidee von Bioterra beispielhaft gezeigt. Wichtige Elemente des Naturgartens sind umgesetzt.

02_02_uffikon_gesamtansicht_900x600_thumb.jpg02_02_uffikon_detail3_900x600_thumb.jpg02_02_uffikon_teich_900x600_thumb.jpgDie Anlage befindet sich in Uffikon auf dem ehemaligen Areal des Tempelhofs in direkter Nachbarschaft zum Herzberg von Bernhard Zemp.

Der Schaugarten besteht aus mehreren naturnahen Gartenräumen, die sich terrassenartig in die leichte Hanglage eingliedern, die durch ein geschwungenes Wegsystem miteinander verbunden sind. Die Gesamtanlage ist in einer diagonalen Symmetrie angeordnet, die durch Trockenmauern, Heckenstrukturen und Treppen ausgebildet ist.

Plätze

Von der Strasse kommend wird man von einer imposanten Trockenmauer empfangen, die von einer Eingangstreppe durchbrochen wird. Betritt man den Garten über den weit auslaufenden Treppenaufgang, dessen Stufen mit Cortenstahlriemen gebildet sind, gelangt man auf den, von einer sitzhohen Trockenmauer gefassten, kreisrunden Platz mit einem Senkgarten in der Mitte. 

Gegenüber des Treppenaufgangs steigt das Terrain leicht an und die Mauer löst sich in eine Abtreppung aus massiven Natursteinen auf. Diese lädt zum Verweilen und beobachten der vielfältigen Bepflanzung ein und führt zur oberen, viel kleineren Platzhälfte, die von einer Hainbuchenhecke gefasst ist und in dessen Mitte ein "Totempfahl" steht, der durch die fortschreitende Verrottung zu einem Insektenhotel wird.

Aussichtshügel

Eine spiralförmige Wegführung führt auf den mit Weiden bewachsenen Hügel. Auf seiner Kuppe gibt es einen kleinen Aufenthaltsort. Er ist im Winter Überblickspunkt über den Garten und im Sommer, wenn die Weiden ausgetrieben sind, Rückzugsort für Verliebte.

Lebensräume

Naturgarten sind auch Lebensräume für Flora und Fauna. Der führende Raum ist die bekieste Fläche, die Ersatzraum für den Lebensraum typischer Ruderalstandorte bietet. In direkter Nachbarschaft finden sich Flächen mit lockerem Holzbewuchs und Staudenhochflur. Ein Streifen Naturwiese und den dicht bewachsenen Hügel aus Weiden sind weitere Elemente des vielfältigen Mosaiks. Alle diese Orte und die unzähligen Nischen in den Trockenmauern bieten Lebensraum für eine Vielzahl von Insekten, Reptilien und Amphibien.
Für Menschen weniger als Aufenthaltsort gedacht sind der Bereich mit zwei Teichen, die gelegentlich trockengelegt und von Bewuchs befreit werden. Damit wird gewährleistet, dass stest ein Pionierstandort zur Verfügung steht und die entsprechenden Spezialisten Lebensraum finden. Dies und die direkte Nachbarschaft zu den offenen Kiesflächen schaffen optimale Bedingungen für die Geburtshelferkröte, die hier nachgewiesen werden konnte.

 Hier finde Sie einen Übersichtsplan der Anlage.

02_02_uffikon_eingangstreppe_900x600_thumb.jpg02_02_uffikon_detail1_900x600_thumb.jpg02_02_uffikon_seiteneingang_900x600_thumb.jpg


Öffnungszeiten Der öffentliche Naturschaugarten kann jederzeit besichtigt werden.   Anreise SBB bis Sursee oder Dagmersellen, ab dort per Bus 82 bis Haltestelle »Uffikon, Hauptstrasse« Ab Haltestelle Wanderwegweiser beachten »Bioterra Naturschaugarten«   Führungen Auf Anfrage bei Jürg Wildi (079 378 08 92) oder Christian Siegrist (079 435 70 19)   Adresse Erli 4, 6253 Dagmersellen auf Google Maps ansehen   Eigentümerin Bioterra Schweiz, Dubsstrasse 33, 8003 Zürich, tel. 044 454 48 48  


Themen  Trockenmauern und Natursteinarbeiten   Feucht- und Trockenbiotope   Wege und Plätze   Weidenbau   Gartengestaltung    Pflanzenverwendung   heimische Flora


Weitere Infos zum Projekt »Bioterra Naturschaugarten«

Besuchen Sie auch die Website www.herzberg-uffikon.ch